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Christian Daniel Rauch-Museum

Oktober 2007 - Der in Arolsen geborene Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777−1857) hinterließ ein umfangreiches und facettenreiches Lebenswerk, in dem sich seine Kontakte zu den Geistesgrößen, der kulturellen Blüte, der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung der Goethezeit mannigfaltig spiegeln.
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Sun-Rae Kim - Seerosen
Hommage a Monet

Skulpturen und Installationen

Oktober 2007 - Die Koreanerin Sun-Rae Kim bezeichnet ihre Arbeiten als Mikro-Phantasien: Das sind kleine lebensechte oder surreal verfremdete Kleidungsstücke, Gegenstände des täglichen Lebens oder auch amorphe Gebilde organischer Formen. Ihre Annäherung an das Thema geschieht stets von außen nach innen, von der Oberfläche der Dinge zu ihrem Inneren. Die Hüllen sind kleinteilig und werden in Handarbeit einzeln angefertigt. Ihre Materialien entnimmt sie der Tradition ihrer Heimat, wie z.B. eingefärbte Reispapiere, oder auch der Produktion hochmoderner Werkstoffe. Eigens für die Arolser Ausstellung entsteht eine Werkgruppe zum Thema Seerosen. Die wand- oder bodenbezogenen Skulpturen leuchten farbintensiv und werden von der Künstlerin als eine Hommage a Monet verstanden. Ihre Arbeitsweise, ihr Material, ihre Motivwahl verbinden sich zu einer Gesamtaussage, die, wie sie selbst sagt, als "Symphatie mit dem Leben" und "Symphatie mit den Lebewesen" zu verstehen ist. Bei ihr stehen Werden, Wachsen, Schützen und Verzaubern im Zentrum. Mit Hilfe ihres kunstvoll gestalteten Materials erschließt sie eine tiefere, hinter der endlos reproduzierten visuellen "Realität" verborgene Wirklichkeit und fasziniert den Betrachter.

Pressemitteilung 16. September 2009

Antike(s) Leben
Simulation eines Ideals
in Hofbibliothek und Kunstsammlungen der Fürsten von Waldeck und Pyrmont

19. September 2009 bis 7. Februar 2010
Geöffnet
Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr
Führungen Sonntags 11.15 Uhr
und nach Vereinbarung

- Im 18. Jahrhundert wurde die Identifikation mit antiker Kultur und Geisteshaltung zu einem bestimmenden Moment des Lebens in ganz Europa. Die sensationellen Berichte von der Entdeckung untergegangener Städte rund um den Vesuv – Pompeji, Herculaneum – faszinierten die Menschen. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich ein reger Antikentourismus. Wer etwas auf sich hielt und es sich leisten konnte, wallfahrte nach Neapel, an den Vesuv, nach Sizilien oder sogar nach Griechenland. Wem dies nicht gelang, der beschaffte sich die entsprechenden Reiseberichte, Fachbücher, Bildbände bzw. am besten gleich die Fundstücke selbst.

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"Ich und die anderen"
Portraits von Künstlern und anderen Menschen
Dieter Schwerdtle

Fotografien

19. März bis 29. Mai 2005 - Seit 1977 fotografiert Dieter Schwerdtle die Dokumenta, seit 1982 für die Zeitschrift Kunstforum international die Documenta. Seine beobachtendeTätigkeit als Fotoreporter ermöglichte ihm, den Künstlern zu begegnen, die zur Teilnahme an der bedeutenden Kunstausstellung eingeladen worden waren. So entstand im Laufe der Jahrzehnte ein umfangreiches Oeuvre zum Thema Künstlerporträt. Seine Porträts gewinnen künstlerische Kraft, weil sie in dem einen Bild die Komplexität einer Persönlichkeit einfangen. Dies gilt auch für den zweiten Teil der retrospektiven Ausstellung. "und andere Menschen" beschreibt zwei Serien von Arbeitern. In Thailand fotografierte Schwerdtle im Dorf seiner Frau Pai in Ban Tcha-Om Menschen nach der Arbeit, in nordhessischen Industriebetrieben entstanden Bildnisse von Menschen bei der Arbeit. In "Arbeitsporträts und Rituale" setzt sich der Fotograf gleichermaßen einfühlsam wie ironisch mit Themen wie Wahlkampf, Migration und Alltagskultur auseinander.
Die Ausstellung umfaßt ca. 160 Fotografien des in Kassel lebenden Künstlers. Es erscheint ein Katalogbuch mit Essays von Dirk Schwarze, Marianne Heinz und Alfred Nemeczek.
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Video Interview HNA, Druet sieht Rodin

20.06.2007 -

Pressemitteilung

Andreas Kopp
made for Arolsen
Kontinentalverschiebung
Bilder Installationen


15. Oktober bis 10. Dezember 2006
Ausstellungen im Schloß
Museum Bad Arolsen und Museumsverein

"made for Arolsen“: Dieser Prämisse der Ausstellungsreihe zeitgenössischer Kunst im Museum Bad Arolsen entspricht der Beitrag von Andreas Kopp in besonderem Maße. Nahezu alle Exponate seiner Ausstellung „Kontinentalverschiebung“ werden im Dialog oder im Diskurs mit dem barocken Interieur des Schlosses entworfen. In einem unablässigen Wechsel von Perspektiven, Maßstäben und Bedeutungen erschließt sich den Besuchern ein geschlossenes Ensemble zeitgenössischer Kunstwerke, welches das historisch Gesetzte des Ortes ungezwungen als Überschreibungsfläche nutzt. Jede der ausgestellten Arbeiten zeigt sich als bewegliches Gepäckstück einer dynamischen Wahrnehmung, in welchem das Museum als Container, als ein Transportbehältnis miteinbezogen ist. Die tradierte Umgebung des Schlosses wird mit veränderten Wirklichkeitsbezügen aufgeladen, die den operativen Tendenzen unserer Zeit entsprechen. Sowohl als Einzelbild als auch Sequenz eines Zyklus lesbar bieten die Arbeiten der „Kontinentalverschiebung“ ein Vexierspiel von Fläche und Installation, Kunst und Funktionalität, von Raum und Zeit, von Ursprüngen und von möglichen Zielen.

Nicht nur inhaltlich wäre Andreas Kopp am ehesten als „europäischer“ Künstler zu bezeichnen, denn 1959 in Amsterdam geboren, dort und in Hamburg, Den Haag und Köln beheimatet, um letztlich Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf zu studieren, läßt er sich schwerlich auf einen einzelnen prägenden Ort, auf eine stilistische Schule reduzieren. Seine erste institutionelle Einzelausstellung hatte er am Goethe-Institut Rotterdam (1991), die erste Galeriepräsentation in der Galerie Littmann in Basel (1992). Es folgten Ausstellungen im In- und Ausland (u. a. Kyoto und Osaka; zuletzt in Mailand, St. Louis und einmal mehr in Basel). Neben gezielten Projektförderungen und der Teilnahme an artist-in-residence-Programmen erhielt er den Barlach-Preis der Ernst-Barlach-Gesellschaft. Sein über das reine Tafelbild hinausgehendes künstlerisches Raumverständnis dokumentierte er an unterschiedlichsten architekturbezogenen Projekten. Von der temporären „Talk-Lounge“ der Berliner Kunstmesse Artforum bis hin zur Halle des technischen Rathauses und der KölnArena konnte er künstlerische Lösungen auch im großen Maßstab umsetzen. Gastdozenturen an verschiedenen Kunsthochschulen vervollständigen Andreas Kopps Vorstellungen von der Entwicklung und Vermittlung eines umfassenden Kunstbegriffes.

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Samstag 14.30-17.00 Uhr
Sonntag 11.00-17.00 Uhr
Führungen am Sonntag um 11.15 Uhr am 22. und 28. Oktober, 12. und 26. November, 3. und 10. Dezember und nach Vereinbarung

Eintritt
3 Euro / 2 Euro
Tageskarte für alle Häuser des Museums Bad Arolsen 6 Euro / 4 Euro

Information 05691/625734
www.museum-bad-arolsen.de

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Francisco de Goya
Gezeichnete Leidenschaft - Die Radierzyklen

Caprichos Desastres Tauromaquia Disparates
Ausstellungen im Schloß
Schirmherr: S. E. Gabriel Busquets, Botschafter des Königreichs Spanien bei der Bundesrepublik Deutschland

21. Januar bis 23. April 2006 - Im Rahmen unserer Ausstellungsreihe bedeutender graphischer Werke zeigen wir von Januar bis April 2006 einen weiteren Höhepunkt dieses Genres. Die Fundación Juan March (Madrid) bietet uns die einmalige Gelegenheit die vier herausragenden graphischen Serien aus der späten Schaffensphase Goyas erstmals seit 15 Jahren nach Deutscchland zu holen. Francisco de Goya kommt internationale Anerkennung als der große spanische Wegbereiter der europäischen Moderne zu. Besonders seine späten Druckgraphiken gelten als Vorläufer der modernen Kunst zund als Wegweiser des Expressionismus und des Surrealismus, sowie der sozialkritischen Malerei. Die rund 220 Radierungen aus den Zyklen Caprichos, Desastres de la Guerra, Tauromaquia und Disparates gehören zu den unmittelbarsten und senbibelsten Äußerungen Goyascher Kunst.
Goya bearbeitete in seinem Spätwerk Themen, die sowohl seine Geisteshaltung, als auch sein Gemüt bewegten. In den Caprichos, die in Spanien heftige Erregung auslösten, kritisierte Goya, der den liberalen Ideen der Aufklärung nahestand, die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit.
Die Serie Desastres de la Guerra entstand unter dem Eindruck des Napoleonfeldzuges. Durchdrungen von Resignation und Verzweiflung zeichnet Goya das sinnlose menschliche Leiden nach, das sich nur 20 Jahre nach der ersten Erklärung der Menschenrechte in Frankreich, vor seinen Augen abspielte.
Nach Kriegsende entdeckte Goya seine jugendliche Faszination für den Stierkampf wieder und erweckte in der Tauromaquia-Serie aus seinen Erinnerungen heraus die großen Stierkämpfer seiner Jugend wieder zum Leben.
Im hohen Alter entstanden die Disparates, deren düstere und traumartige Szenerie ihre genaue Bedeutung verschleiert, die jedoch nicht ihre suggestive Wirkung verfehlen.
Geöffnet Mittwoch bis Sonntag 11 bis 17 Uhr
Führungen jeweils Sonntags um 11.15 Uhr (Eintritt mit Führung 5 €) und nach Vereinbarung
Info 05691 / 625 734