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Pressemitteilung Mai 2014

Barbara Beisinghoff
Das Gesetz des Sterns und die Formel der Blume
Wasserzeichen, Radierungen, Künstlerbücher und Installationen

Der Titel der Ausstellung ist dem Künstlerbuch „Klavierkindheit“ mit Gedichten von Marina Zwetajewa entnommen und deutet hin auf die Dialektik zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos. Jeder der elf Ausstellungsräume birgt ein Künstlerbuch, das in Dialog tritt zu Installationen oder großformatigen Wandbildern. Diese Raumbilder haben nicht nur durch die Künstlerbücher und den darin umgesetzten Texten eine über das Raumbild hinausweisende geistige Dimension.
Die Künstlerin schließt ihre Spuren mit Hilfe des Wassers im Papier ein oder sie bannt sie auf der Druckplatte. Die farbige Radierung hat Barbara Beisinghoff zu höchster künstlerischer Reife und Ausdruckskraft gebracht. Die einzigartigen großformatigen Blätter zeigen Spuren innerer Gefilde, Erinnerungen an ferne Länder, Spuren lange vergessener Träume.
Barbara Beisinghoff erarbeitet Papiere mit Wasserzeichen, die erst durch das Licht sichtbar werden. Sie verleiht der Schönheit des Lichts Gestalt, eingefangen mit Wasser und umschlossen von Pflanzenfasern. „Insbesondere die Wasserstrahlzeichnungen wirken durch ihre Materialhaftigkeit. Nur im Französischen gibt es den Ausdruck papier matière. Nur im Deutschen gibt es die doppelte Bedeutung von Begreifen. Der Dialog ist mir wichtig - des Materials mit dem Betrachter. Das Haptische ist der erste Schritt des Begreifens; gegen Licht kristallisieren sich durch die feineren Wasserzeichen Begriffe.“ (Barbara Beisinghoff)
Das Künstlerbuch bietet auf handgeschöpften Papieren unterschiedlichster Pflanzen Raum für Kostbarkeiten beider Techniken: die Radierung und das Wasserzeichen.

„Barbara Beisinghoff ist eine Künstlerin, die sich immer wieder auf Expeditionen ins Unbekannte begibt. Zwischen den vertrauten Pfaden will sie neue Möglichkeiten der Gestaltung entdecken, sie will verdichten und verzaubern. Der große Antrieb dazu ist für sie das Handwerkliche. Durch die Hinwendung zur altmeisterlichen Technik des Papierschöpfens fand Barbara Beisinghoff einen neuen Zugang zur Zeit, zur Arbeit, zur Natur und zum Schöpfungsmythos.
Am anschaulichsten wird das, wenn man an das Flachsprojekt erinnert, das sie in ihrem relativ neuen Domizil in Diemelstadt-Rhoden realisierte. Akribisch beschreibt die Künstlerin, wie sie die Leinsaat ausgesät hat, welche Freude sie am Wachsen der Pflanzen und an den zarten blauen Blüten hatte, wie sie mit Helfern den verblühten, gelb und braun verfärbten Flachs trocknete, wie sie ihn mechanisch aufschloss, um endlich daraus Flachspapier herzustellen. Das so gewonnene Papier nutzte Barbara Beisinghoff, um daraus ein Buch über die Flachsbearbeitung herzustellen: Tau blau.
So schließt sich der Kreis. Mit ihrem ganzheitlichen Denken, Fühlen und Gestalten überträgt die Künstlerin die uralten Techniken in unsere Zeit, belebt sie neu, entwickelt sie weiter und verwandelt sie durch ihre rätselhaften Bildvisionen ins Gegenwärtige.“ (Dirk Schwarze)

Barbara Beisinghoff
Das Gesetz des Sterns und die Formel der Blume
Wasserzeichen, Radierungen, Künstlerbücher und Installationen
17. Mai bis 27. Juli 2014

Sie tanzt vor mir her,
Die gläserne Libelle.
Sie tanzt vor mir her.
Rudolf Jüdes

Der Flachs stand in Blüthe: er hatte so niedliche blaue Blumen, zart, wie die Flügel einer Motte, und noch viel feiner!
Hans Christian Andersen


Ausstellungen im Schloss
Museum Bad Arolsen und Museumsverein
Vernissage 16. Mai 2014, Residenzschloss 19 Uhr
17. Mai bis 27. Juli 2014, Mittwoch bis Samstag 14.30 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr, Sonntagsführungen 11.15 Uhr.
Gespräche mit der Künstlerin am Samstag, 21. Juni, 11.30 Uhr (29. Arolser Barock-Festspiele mit Museumsbuffet); Sonntag, 29. Juni, 11.15 Uhr; Samstag, 26. Juli, während der Kleinen Museumsnacht Bad Arolsen.
Information 05691 / 625734

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