Pressemitteilungen

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Pressemitteilung

Blütenzauber
Fotografie und Installation

Bill Beckley, Ottmar Hörl, Peter Hutchinson, Sandra Kantanen, Marie-Jo Lafontaine, Renate Olbrich, Annette Schröter, Erasmus Schröter, Luzia Simons, Ingolf Timpner, Marjukka Vainio

Der „Zierrath“ des barocken Schlosses weist üppige florale Vielfalt auf. Zu einem Dialog oder Diskurs mit dieser historischen Situation wurden international arrivierte Künstler eingeladen. Als Fotografen und Künstler entwickeln sie jeweils eigenständige, singuläre Positionen in verschiedenen Techniken und intensiver oder reduzierter Farbigkeit. Sie setzen sich mit ästhetischen Kategorien, natürlicher Stimulanz, komplexer Symbolik und der magischen Aura blühender und verblühender Pflanzen auseinander. Werkimmanent ist ihren Arbeiten eine kritische Hinterfragung unserer Gesellschaft im Hinblick auf Sozialisation und Natur.

- Er sah nichts als die blaue Blume, und betrachtete sie lange mit unnennbarer Zärtlichkeit.
Novalis

Die weltweite Ausbeutung und Kommerzialisierung der Naturressourcen ist die Gegenwart, in der wir uns heute bewegen. Die vorgestellten Künstler entwickeln mit ihren Werken künstlerische Entwürfe, die Pflanzen und Blumen gerade nicht unter dem Aspekt ihrer kommerziellen Verwertbarkeit betrachten. Mit ihren Arbeiten sprechen sie respektvoll jeder einzelnen Blume ihre Würde zu. Ihr achtsamer Umgang mit dem Objekt ‚Blume‛ kann als ein künstlerischer Aufruf zum Gegenentwurf verstanden werden. Vieles an den unterschwelligen Bedeutungen der ‚Blumensprache‛ ist verloren gegangen, und gerade deshalb scheinen sich die Künstler dieser Ausstellung, um ein neues visuelles Alphabet zu bemühen. Blumen sind kulturelle Stellvertreter; sie symbolisieren heute ein ganzes Spektrum - von der Kommerzialisierung bis zur Erinnerung an die Tradition der Blumensprache. Im Fokus steht immer die Blüte mit ihrer Geschichtlichkeit.

In der historischen Umgebung des barocken Schlosses zeigt die Ausstellung “Blütenzauber” Werke von zeitgenössischen Künstlern, die sich mit dem Thema ‘Blüte’ auseinandersetzen. Die sechs weiblichen und fünf männlichen Künstler, zumeist Fotokünstler, gehören verschiedenen Generationen an. Dies erklärt zum Teil ihre unterschiedlichen Herangehensweisen und künstlerischen Äußerungen. Inszenierung des Bildsujets ‘Blume’ mit den Mitteln des Theaters ist das vorherrschende Moment. Fast alle Arbeiten sind großformatig und in Serie gefertigt. Die meisten Werke sind nach 2000 entstanden.

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